Eislaufen in London: die besten Bahnen und was du wissen musst

Von · 14. Oktober 2022

Schlittschuhläufer auf einer Eisbahn um einen beleuchteten Weihnachtsbaum in London bei Nacht

Eislaufen funktioniert in London auf zwei sehr verschiedene Arten. Von Ende November bis Januar entstehen Pop-up-Bahnen vor den prächtigsten Gebäuden der Stadt, die Wochen im Voraus ausverkauft sind und entsprechend kosten. Den Rest des Jahres laufen ein paar feste Bahnen unaufgeregt weiter, für einen Bruchteil des Preises. Beides lohnt sich zu kennen.

Eins vorweg: Die Winterbahnen kommen nicht garantiert wieder. Veranstalter entscheiden neu, Sponsoren wechseln, und eine Bahn vom letzten Winter läuft in diesem vielleicht nicht. Schau vorher immer auf die Seite des Veranstaltungsortes, bevor du deine Reise darum herum planst.

1. Natural History Museum: die von der Postkarte

Die Bahn liegt vor der viktorianischen Fassade des Museums in South Kensington, beleuchtet und von einem großen Baum eingerahmt. Es ist das Bild, das jeder kennt – entsprechend früh ist alles weg. Die Zeitfenster dauern etwa eine Stunde, und in der Dämmerung ist es wirklich schön.

Sie ist aber klein und voll und taugt eher für eine romantische Stunde oder einen Familienausflug als für ernsthaftes Laufen. Buche direkt zum Verkaufsstart, wenn du einen Wochenendabend willst.

2. Hampton Court Palace: die geräumigste Winterbahn

Am westlichen Stadtrand liegt die Bahn vor dem Palast Heinrichs VIII., mit deutlich mehr Platz als die zentralen. Der Zug ab Waterloo braucht rund eine halbe Stunde, und mit Palast und Gärten wird ein ganzer Tag daraus.

Weil es weiter draußen liegt, bekommt man leichter Tickets und hat mehr Platz auf dem Eis. Zieh dich warm an: Am Fluss ist es offen und kalt.

3. Canary Wharf: überdacht, das Wetter kann nichts verderben

Die Bahn im Canada Square Park ist eine der wenigen saisonalen mit Dach, was an einem nassen Januarabend zählt. Sie gehört außerdem zu den günstigeren zentralen Angeboten und ist mit Jubilee line und Elizabeth line gut erreichbar.

Die Kulisse besteht aus Glastürmen statt Geschichte, aber das Eis ist gut gepflegt und die Sessions laufen bis spät.

4. Alexandra Palace: richtiges Eislaufen, das ganze Jahr

Der Ally Pally hat eine feste Eisbahn, die seit den Neunzigern läuft, und dort lernen Londoner tatsächlich Schlittschuhlaufen. Sie ist größer als jede Pop-up-Bahn, ganzjährig offen, viel günstiger, und neben dem Publikumslauf gibt es Kurse und Vereinszeiten.

Komm hierher, wenn du laufen und nicht schlurfen willst. Hinter dem Gebäude liegt zudem ein Park mit einem der besten kostenlosen Ausblicke über London.

5. Lee Valley und Streatham: die Bahnen der Nachbarschaft

Das Lee Valley Ice Centre in Leyton und das Streatham Ice and Leisure Centre sind echte Ganzjahresbahnen, genutzt von Vereinen, Eishockeyteams und Familien. Sie kosten einen Bruchteil einer Weihnachtsbahn, sind nie wochenlang im Voraus ausgebucht, und niemand fotografiert sich dort selbst.

Wenn du im Februar einfach eine Stunde mit Freunden laufen willst, ist das die vernünftige Wahl.

Praktisches

Der Schlittschuhverleih ist fast immer im Ticket enthalten, aber bring dicke Socken mit – die Stiefel sind hart. Handschuhe sind Pflicht: Irgendwann stützt du dich ab. Die meisten Bahnen haben Laufhilfen für kleine Kinder, meist gegen Aufpreis und in begrenzter Zahl, also gleich mitbuchen.

Die Sessions haben feste Zeiten und dazwischen wird das Eis abgezogen; zehn Minuten zu spät kosten dich also ein Sechstel deiner Zeit. Die Preise der Winterbahnen schwanken stark nach Tag und Uhrzeit – ein Nachmittag unter der Woche kostet oft die Hälfte eines Samstagabends.

Wenn alles ausgebucht ist

Ist jede Session weg, bleibt immer noch die Stadt selbst. Bei einem Stadtspiel zieht ihr in kleinen Teams mit nichts als einem Handy durch London: Ihr löst Rätsel an echten Orten, folgt einer Route, die ihr nie selbst gewählt hättet, und macht Pause für einen heißen Kakao, wann ihr wollt. Gerade in der Kälte funktioniert das gut, weil ihr in Bewegung bleibt.

Es passt für Familien, Freundesgruppen und Firmenausflüge und größere Gruppen, und es gibt keine feste Startzeit. Auf der Seite So funktioniert es steht der Ablauf Schritt für Schritt.

Häufige Fragen

Wann öffnen Londons Weihnachtseisbahnen?

Die meisten laufen von Mitte oder Ende November bis Anfang Januar. Die genauen Termine unterscheiden sich je Ort und ändern sich jedes Jahr, also vor der Reisebuchung prüfen.

Welche Bahn ist ganzjährig geöffnet?

Alexandra Palace, das Lee Valley Ice Centre in Leyton und das Streatham Ice and Leisure Centre laufen das ganze Jahr.

Muss man vorher buchen?

Bei den Winterbahnen ja, für Wochenenden oft Wochen im Voraus. Bei den festen Bahnen reicht außerhalb der Schulferien meist spontanes Erscheinen.

Können komplette Anfänger laufen?

Ja. Jede Bahn verleiht Schlittschuhe, die festen Bahnen bieten Kurse an, und für kleine Kinder gibt es fast überall Laufhilfen.

Was zieht man an?

Dicke Socken, Handschuhe und Kleidung in Schichten, in der man sich bewegen kann. Außenbahnen sind kälter, als sie aussehen, und nasse Handschuhe nach einem Sturz sind unangenehm.

Was kostet es?

Die saisonalen Bahnen im Zentrum sind am teuersten, vor allem am Wochenende; die ganzjährigen Bahnen kosten deutlich weniger. Aktuelle Preise stehen auf den Seiten der Betreiber.

Erst laufen, dann losziehen

Eine Stunde auf dem Eis und danach ein Nachmittag zu Fuß ergibt einen guten Wintertag in London. Sieh dir alle Städte mit unseren Spielen an, lies mehr über die Routen durch die Hauptstadt in Quests in London, oder melde dich über die Kontaktseite, wenn du etwas für eine Gruppe planst.

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