Was tun in London: gratis, kostenpflichtig und überschätzt

Von · 18. Oktober 2022

London bei Nacht von oben, mit Tower Bridge und der beleuchteten Themse

London ist teuer, aber längst nicht alles kostet Geld. Die großen Nationalmuseen verlangen keinen Eintritt, die schönsten Aussichten sind gratis, und ein paar der bekanntesten Attraktionen sind ihr Geld schlicht nicht wert. Hier steht, was sich lohnt – und was nicht.

Kostenlos und trotzdem großartig

Die staatlichen Museen Londons sind ohne Eintritt zugänglich. Das British Museum zeigt Objekte aus der ganzen Welt; ein großer Teil der Sammlung kam unter umstrittenen Umständen ins Haus, und über die Rückgabe wird bis heute gestritten. Das ist kein Grund, nicht hinzugehen, aber ein guter Grund, die Schilder aufmerksam zu lesen.

Die National Gallery am Trafalgar Square, das Victoria and Albert Museum, das Natural History Museum und die Tate Modern sind ebenfalls gratis. Sonderausstellungen kosten meist extra, die Dauerausstellungen nicht. Plane pro Haus lieber zwei konzentrierte Stunden als einen erschöpfenden ganzen Tag.

Wofür sich Eintritt lohnt

Der Tower of London ist teuer und trotzdem empfehlenswert: fast tausend Jahre Geschichte an einem Ort, dazu die Führungen der Yeoman Warders, die deutlich unterhaltsamer sind, als man erwartet. Westminster Abbey lohnt sich, wenn dich Krönungen, Grabmäler und Kirchenarchitektur interessieren.

Theater ist in London das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Stadt. Im Shakespeare's Globe kostet ein Stehplatz im Innenhof nur wenige Pfund – man steht dann drei Stunden unter freiem Himmel, aber näher an einer Bühne kommt man selten. Für West-End-Stücke gibt es Tageskarten direkt an der Theaterkasse.

Was oft enttäuscht

Die Oxford Street ist eine Kette von Filialen, die es in jeder größeren Stadt gibt. Madame Tussauds kostet viel und liefert Wachsfiguren und lange Warteschlangen. Und für Aussicht musst du nichts bezahlen: Das Sky Garden im Walkie-Talkie-Gebäude ist mit kostenloser Voranmeldung zugänglich, die Terrasse der Tate Modern ebenfalls, und beide zeigen mehr von der Stadt als die kostenpflichtigen Plattformen.

Big Ben heißt eigentlich anders

Kleine Richtigstellung, die vor Ort erstaunlich oft fällt: Big Ben ist die Glocke, nicht der Turm. Der Turm heißt seit 2012 Elizabeth Tower. Wer davorsteht und "Big Ben" sagt, meint eigentlich das Bauwerk um die Glocke herum.

Wo du laufen solltest

Die South Bank zwischen Westminster Bridge und Tower Bridge ist der schönste durchgehende Spaziergang der Stadt. Greenwich lohnt die Fahrt für den Park, das Marinemuseum und den Blick über die Themse. Hampstead Heath ist Londons wildester Park, kein englischer Ziergarten. Und Camden und Shoreditch sind beide touristisch geworden, aber immer noch gut zum Ziellosherumlaufen.

Essen und Trinken

Der Borough Market ist voll und nicht billig, aber die Qualität stimmt. Für alles andere gilt: Londons beste Küche ist selten britisch. Curry in Whitechapel, kantonesisch in Chinatown, türkisch in Dalston, westafrikanisch in Peckham. Im Pub bestellst du an der Theke und bezahlst sofort – Kellner am Tisch gibt es meist nicht.

Unterwegs in der Stadt

Du brauchst keine Oyster Card. Kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Handy funktioniert im gesamten Netz zum selben Preis, inklusive Tageshöchstbetrag – du zahlst also nie mehr als ein Tagesticket. Auf Rolltreppen stellt man sich rechts hin, links wird gegangen. Wer das vergisst, merkt es schnell.

London als Spielbrett

Eine Stadt lernt man am besten kennen, wenn man einen Grund hat, genauer hinzusehen. Bei einem Stadtspiel läuft ihr in kleinen Teams mit dem Handy los, löst Rätsel an echten Orten und entdeckt dabei Ecken, an denen ihr sonst vorbeigelaufen wärt. Es gibt keine feste Startzeit und keinen Guide: Ihr beginnt, wann ihr wollt, und legt das Tempo selbst fest.

Das funktioniert für Freundesgruppen genauso wie für Firmenausflüge und größere Gruppen. Wie ein Spiel abläuft, steht Schritt für Schritt auf der Seite So funktioniert es.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für London?

Drei volle Tage reichen für die bekanntesten Viertel und zwei bis drei Museen. Fünf Tage geben dir Luft für Greenwich, Hampstead und ein Theaterstück.

Sind die Museen wirklich kostenlos?

Ja, die Dauerausstellungen der staatlichen Museen kosten keinen Eintritt. Sonderausstellungen sind kostenpflichtig, und für manche Häuser ist ein kostenloses Zeitfenster-Ticket sinnvoll.

Wann ist die beste Reisezeit?

Mai, Juni und September haben mildes Wetter und weniger Andrang als Juli und August. Regen ist ganzjährig möglich, meist als Nieselregen statt als Guss.

Lohnt sich das London Eye?

Nur bedingt. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde und ist teuer. Sky Garden und Tate-Modern-Terrasse bieten gratis eine vergleichbare Aussicht.

Braucht man ein Auto?

Nein, und du willst auch keins. U-Bahn, Bus und die eigenen Füße bringen dich überall hin; für Autos gilt in der Innenstadt eine Staugebühr.

Wo startet ein Stadtspiel in London?

Startpunkt und Route bekommt ihr nach der Buchung aufs Handy. Ihr braucht nichts weiter als ein geladenes Telefon und bequeme Schuhe.

Auf geht's

London belohnt Leute, die zu Fuß gehen und die Augen offen halten. Wenn ihr die Stadt spielerisch angehen wollt, findet ihr alle verfügbaren Städte hier, mehr über London speziell im Beitrag Quests in London, und bei Fragen erreicht ihr uns jederzeit über die Kontaktseite.

Stadtspiele in London

Sherlock Holmes · Krimispiel

Kriminalfall London

1,5–2 Stunden · 1–4 Spieler pro Team · kostenlose Loquiz-App
19,95 € pro Team

Zu den Spielen ›

Weiterlesen