Die 5 besten Märkte in London (und wann du hingehst)

Von · 24. Oktober 2022

Menschen schlendern zwischen bunten Ständen über einen belebten Straßenmarkt in London

London hat hunderte Märkte, und die meisten verkaufen dieselben Stoffbeutel. Diese fünf sind anders: Jeder kann noch etwas, was die anderen nicht können, und jeder hat einen Wochentag, an dem der Besuch steht oder fällt. Kommst du am falschen Morgen, stehst du vor geschlossenen Ständen.

1. Borough Market: Essen, und meistens gutes

Unter den Eisenbahnbögen bei London Bridge liegt der Markt, den alle zuerst nennen. Entsprechend voll und nicht billig – trotzdem lohnend, denn die Händler sind echte Spezialisten: Käsehändler, Fischhändler, Bäcker, ein Stand, der ausschließlich Pilze verkauft. Komm hungrig, iss im Stehen und betrachte es als Mittagessen, nicht als Einkauf.

Unter der Woche vormittags kannst du noch mit den Händlern reden. Samstags schiebt man sich durch. Die Öffnungstage unterscheiden sich je nach Marktbereich, also vorher nachsehen.

2. Columbia Road Flower Market: nur sonntags

Eine Straße in Bethnal Green, ein Vormittag pro Woche, und am frühen Nachmittag ist alles vorbei. Die Händler rufen sich Preise über die Straße zu und senken sie, je näher der Schluss rückt – die letzte Stunde ist die Schnäppchenstunde. Die Läden hinter den Ständen verkaufen Keramik, Drucke und Kaffee und sind die halbe Miete.

An anderen Tagen bringt der Weg nichts. Sonntags ist es ab zehn Uhr voll; wer vor neun da ist, hat Platz.

3. Portobello Road: samstags Antiquitäten, wochentags die Straße

Die Portobello Road zieht sich weit über einen Kilometer durch Notting Hill und ändert unterwegs ihren Charakter. Die Antiquitätenhändler sitzen im südlichen Teil und arbeiten wirklich nur samstags. Weiter nördlich wird daraus Obst und Gemüse, danach Vintage-Kleidung unter der Westway-Hochstraße.

Samstag ist das volle Programm und zugleich die vollste Straße Westlondons. Unter der Woche bekommst du die pastellfarbenen Häuser und die Essensstände ohne Gedränge, aber die Antiquitätenpassagen sind still oder zu.

4. Brixton Market: der Markt, der noch dem Viertel gehört

Brixton ist dreierlei zugleich: draußen die Electric Avenue, dahinter die überdachten Passagen Brixton Village und Market Row. In den Passagen reihen sich kleine Restaurants – karibisch, westafrikanisch, kolumbianisch, portugiesisch – zwischen Stoffläden und Metzgereien. Die Preise liegen unter denen im Zentrum, das Essen ist besser.

Am vollsten ist es abends, wenn sich die Restaurants füllen. Der Straßenmarkt draußen läuft tagsüber und ist für Lebensmittel da, nicht für Souvenirs.

5. Camden Market: touristisch, und trotzdem gut

Niemand behauptet, Camden sei ein Geheimtipp. Es ist ein Labyrinth aus Ständen rund um die Schleuse und die alten Pferdeställe, mit Streetfood aus etwa dreißig Ländern und sehr viel Merchandise. Mit dieser Erwartung ist es ein guter Nachmittag: Der Stables-Teil hat echten Charakter, und der Treidelpfad Richtung Little Venice beginnt gleich nebenan.

Täglich geöffnet, am unangenehmsten am Samstagnachmittag, am schönsten unter der Woche.

Zwei weitere, wenn Zeit bleibt

Maltby Street in Bermondsey ist eine kurze Reihe von Bögen mit ernsthaftem Essen und einem Bruchteil des Andrangs von Borough, am Wochenende. Old Spitalfields ist überdacht, was im Februar zählt, und wechselt je nach Tag zwischen Antiquitäten, Vintage und Design.

Von einem zum nächsten

Borough und Maltby Street liegen zwanzig Gehminuten auseinander. Columbia Road und Old Spitalfields sind ein bequemes Sonntagspaar. Portobello, Camden und Brixton sind jeweils ein eigener Ausflug – versuch nicht, alle fünf an einem Tag zu schaffen, sonst erinnerst du dich nur ans Fahren.

Mach aus dem Weg ein Spiel

Märkte sind am besten, wenn man mit einem Grund zum Hinsehen herumläuft. Ein Stadtspiel liefert diesen Grund: Ihr zieht in kleinen Teams mit dem Handy los, löst Rätsel an echten Orten und bemerkt Details, an denen ihr sonst vorbeigeht. Es gibt keine feste Startzeit und keinen Guide – ihr fangt an, wann ihr wollt, und macht Kaffeepause, wann es passt.

Das funktioniert für Freundesgruppen, einen Familiennachmittag oder ein Firmenevent und größere Gruppen. Der Ablauf steht Schritt für Schritt auf der Seite So funktioniert es.

Häufige Fragen

Welcher Markt in London ist der beste zum Essen?

Borough Market für Qualität und Auswahl, Brixton Village für eine günstige ganze Mahlzeit, Maltby Street für Borough-Niveau mit weniger Menschen.

Kann man überall mit Karte zahlen?

Die meisten Händler nehmen Karte oder kontaktlos, einzelne kleine Stände bevorzugen Bargeld. Zwanzig Pfund in der Tasche ersparen einen unangenehmen Moment.

An welchem Tag soll ich hin?

Sonntags zur Columbia Road, samstags zu den Antiquitäten der Portobello Road, unter der Woche zu Borough und Camden, wenn du Gedränge nicht magst.

Lohnt sich Camden Market?

Ja, wenn du wegen des Streetfoods und des Kanals kommst und nicht zum Shoppen. Die Merchandise-Stände ähneln einander stark.

Kann man handeln?

Bei Antiquitäten und Vintage höflich ja, bei Essensständen nein. In der Columbia Road fallen die Preise gegen Schluss von allein.

Wie lange dauert ein Marktbesuch?

Rechne mit einer Stunde, um einen Markt richtig abzugehen, mit zwei, wenn du isst. Weniger heißt: nur durchgelaufen.

Verlauf dich mal auf einem

Der beste Markttag ist der ohne Einkaufsliste. Wenn du London mit etwas mehr Struktur erkunden willst, sieh dir alle Städte an, in denen wir sind, lies über die Routen durch die Hauptstadt in Quests in London, oder stell deine Frage über die Kontaktseite.

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