Was man in Düsseldorf machen kann: Altbier, Gehry und ein japanisches Viertel

Von · 14. Oktober 2022

Die Düsseldorfer Altstadt mit Kirchturm und Riesenrad, im Rhein gespiegelt

Eine kleine Altstadt mit großem Ruf

Die Düsseldorfer Altstadt sind ein paar kompakte Blocks voller Kneipen, und die Stadt nennt sie die längste Theke der Welt. Das ist Angeberei, aber wer an einem Freitagabend darin steht, versteht, woher sie kommt.

Die Stadt insgesamt ist wohlhabender und durchgestalteter als ihre Nachbarn: eine Mode- und Werbestadt, mit Geld auf der Königsallee und Architektur unten am Hafen. Und sie ist klein genug, um sie an einem Tag wirklich zu sehen, was für Köln nicht gilt.

Altbier, und wie man es richtig trinkt

Düsseldorf trinkt Altbier: dunkles Kupfer, obergärig, weniger süß als es aussieht. Es kommt in kleinen geraden 0,2-Liter-Gläsern, und genau hier machen Besucher es falsch. Man bestellt nicht rundenweise. Der Köbes geht mit dem Tablett durch den Raum und ersetzt dein leeres Glas automatisch, mit einem Strich auf dem Deckel. Wenn du genug hast, legst du den Deckel auf das Glas. Sagst du nichts, kommt weiter Bier.

Die vier alten Brauereigasthäuser in und um die Altstadt brauen jeweils selbst und schmecken jeweils anders. Nimm zwei statt vier und iss etwas Dunkles und Kräftiges dazu.

Eine halb scherzhafte, halb ernste Warnung: Bestell hier kein Kölsch und lobe Köln nicht. Die Rivalität ist ein Spiel, aber alle spielen mit.

Der MedienHafen und Gehrys schiefe Bauten

Südlich der Innenstadt wurde der alte Frachthafen zum Architekturviertel umgebaut. Herzstück ist Der Neue Zollhof von Frank Gehry: drei Gebäude, die sich neigen und knicken, eines in weißem Putz, eines in rotem Backstein, eines mit spiegelndem Edelstahl verkleidet, der die beiden anderen aufnimmt. Sie wurden Ende der Neunziger fertig und sehen bis heute aus wie nichts sonst in Deutschland.

Geh am späten Nachmittag hin, wenn das Licht am meisten aus dem spiegelnden macht. Nebenan trägt der Rheinturm eine senkrechte Lichterreihe am Schaft, die als Uhr funktioniert, und weiter oben gibt es eine Aussichtsplattform.

Little Tokyo und der japanische Tempel

Düsseldorf hat eine der größten japanischen Gemeinden Europas, gewachsen um japanische Firmen, die hier ihr Europageschäft ansiedelten. Rund um die Immermannstraße beim Hauptbahnhof gibt es Buchläden, Bäckereien, Supermärkte und die besten Ramen Deutschlands. Das ist kein Themenviertel, sondern ein funktionierendes.

In Niederkassel, auf der anderen Rheinseite, steht das EKŌ-Haus der Japanischen Kultur, ein echter japanisch-buddhistischer Tempel mit Garten und traditionellem Wohnhaus. Es ist still dort, fern vom Stadtlärm, und die Straßenbahnfahrt wert. Im späten Frühjahr feiert die Stadt am Rheinufer den Japan-Tag, der mit Feuerwerk endet.

Schloss Benrath

Im Süden der Stadt ist Schloss Benrath ein rosa-graues spätbarockes Lustschloss, im 18. Jahrhundert für einen Kurfürsten gebaut, in einem formalen Park mit langem Spiegelweiher. Der Trick des Baus: Von vorn wirkt er wie eine eingeschossige Villa und enthält innen weit mehr, als die Fassade zugibt. Nimm dir den Park genauso vor wie das Haus.

Schlossturm und Rheinufer

Am Burgplatz steht der Schlossturm allein: der übrig gebliebene Turm eines Schlosses, das brannte und abgetragen wurde, heute Schifffahrtsmuseum. Dahinter ersetzte die Rheinuferpromenade eine Schnellstraße, die in den Neunzigern in einen Tunnel verschwand — deshalb hat die Stadt plötzlich eines der schönsten Flussufer Deutschlands. An einem warmen Abend sitzt hier alles auf den Stufen.

Düsseldorf spielend entdecken

Das Zentrum ist gut zu Fuß zu machen und voller Dinge, die man ohne Grund zum Hinsehen verpasst: die Heine-Bezüge, die Skulpturen, der Unterschied zwischen Wiederaufbau und Original. Ein Stadtspiel führt dich rätselnd durch Altstadt, Kö und Rheinufer, und das ist ein weit besserer Nachmittag als Einkaufen. Passt zu Familien, Freunden und Kollegen und lässt sich gut mit einem Abend in der Altstadt kombinieren.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit brauche ich in Düsseldorf?

Ein voller Tag reicht für Altstadt, Rheinufer und MedienHafen. Ein zweiter Tag für Benrath, das japanische Viertel und ein Museum.

Wofür ist Düsseldorf bekannt?

Für Altbier und die Altstadtkneipen, für Mode und die Königsallee, für die Hafenarchitektur und für die japanische Gemeinde.

Düsseldorf oder Köln?

Düsseldorf ist kleiner, wohlhabender und gestalteter; Köln ist größer und rauer, mit einem Dom, den man nicht ignorieren kann. Eine halbe Stunde trennt sie, also mach beides.

Ist es gut mit Kindern?

Ja. Die Plattform des Rheinturms, das Rheinufer und der Benrather Park funktionieren gut, und der Aquazoo ist die verlässliche Regenoption.

Brauche ich ein Auto?

Nein. Straßenbahn und U-Bahn erreichen hier alles, auch Benrath und Niederkassel.

Komm in Düsseldorf spielen

Wenn du die Stadt willst und nicht nur ihre Kneipen, geh sie mit einer Spielroute ab. Hier steht, wie es funktioniert, und für Teamausflüge und größere Gruppen gibt es Formate auf dieser Seite. Fragen zu Terminen, Gruppengrößen oder Routen? Melde dich. Eine halbe Stunde rheinabwärts, und der Rivale: Köln.

Stadtspiele in Düsseldorf

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Moordmysterie Düsseldorf

1,5–2 Stunden · 1–4 Spieler pro Team · kostenlose Loquiz-App
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Zu den Spielen ›

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